Was zeichnet ein gutes Logo aus?

Von Anfang an professionell auftreten – Teil 3

Um die Frage „Was ist ein gutes Logo“ zu beantworten, müssen wir uns erst einmal fragen, was ein Logo überhaupt leisten soll und kann, also welche Funktionen es hat.

 

Die wichtigsten Funktionen sind:
Symbolik:
Das Logo soll eine vereinfachende und komprimierte Darstellung der Marke sein und die Markenwerte symbolisiern.

Wiedererkennung:
Das Logo sollte wiedererkennbar sein und sich nicht mit anderen Darstellungen verwechseln lassen.

Kommunikation:
Das Logo soll die Kommunikationsbotschaften der Marke transportieren.

Vorher

Portfolio

Nachher

Portfolio

Wie sollte nun ein gutes Logo gestaltet sein?

Es muss einfach sein
Dem Zitat des verstorbenen Typografen und Gestalters Kurt Weidemann: „Ein Zeichen ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann.“ ist eigentlich nicht viel hizuzufügen. Es trifft die Sache genau. Je einfacher ein logo gestaltet ist desto einfacher lässt es sich merken und wiedererkennen. Einer der wichtigsten Punkte dieser Auflistung.

Es muss sich leicht einprägen
Das Logo sollte auch bei kurzer Betrachtung einen hohen Wiedererkennungswert haben, sollte merkfähig sein.

Es muss zum Unternehmen und der Branche passen
Das Logo sollte die Unternehmensphilosophie widerspiegeln und sich der Branche, einem Produkt oder einer Dienstleistung zuordnen lassen. Vor allem Schrift und Farbe müssen hier passen.

Es muss abstrakt sein
Ein Logo muss nicht erklären, was man macht, sondern wie! Das Logo sollte auf das Wesentliche abstrahiert sein. Das Logo eines Dachdeckers muss kein Dach im Logo haben. Oder kennen Sie einen Autohersteller mit einem Auto im Logo?

Es muss in allen Größen funktionieren und wirken
Das Logo sollte ‒ ohne an Wirkung zu verlieren ‒ beliebig vergrößer- und verkleinerbar sein. Wichtig: Das Logo sollte auch noch bei starker Verkleinerung (2 bis 3 cm) gut lesbar ein.

Es muss sich vom Wettbewerb abheben
Das Logo sollte sich vom Wettbewerb abheben und aus der Masse hervor stechen. Das Logo darf keinesfalls eine schlechte Kopie einer bereits erfolgreich bestehenden Marke sein.

Es muss in allen Druckverfahren funktionieren
Das Logo muss in allen Bereichen der Werbung und auf den verschiedensten Werbemitteln eingesetzt werden können. Ob Print, Online, Folienplott oder Bestickung von Textilien. Das Logo muss in allen Wort-Bild-Kombinationen funktionieren. In Farbe und auch in Schwarz-/Weiß-Varianten. Übrigens: Logos mit Schlagschatten oder Farbverläufen funktionieren hier nicht, oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand.

 

Noch ein ‒ zugegeben nicht ganz uneigennütziger ‒ Tipp:

Beauftragen Sie einen Profi statt selber zu zeichnen
Um ein Logo zu erhalten, das alle genannten Bedingungen erfüllt, arbeitet man am besten mit einem Profi zusammen. Nicht allein seine größere Kenntnis der Materie ist von Vorteil. Als Außenstehender hat ein beauftragter Graphiker, Designer oder eine Werbeagentur naturgemäß Abstand zum Unternehmen und tut sich unter Umständen leichter, das Alleinstellungsmerkmal, das Charakteristische des Unternehmens zu erkennen. Analogie: Schließlich schneidern Sie sich einen Anzug auch nicht selbst. Das haben Sie (sehr wahrscheinlich) nicht gelernt und Sie werden große Probleme haben bei sich selber die Maße abzunehmen.

Teil 4:
In Teil 4 dieser Reihe widmen wir uns dem Thema Unternehmens-Erscheinungsbild (Corporate-Design).